
Ein Totholz-Beet anlegen für mehr Artenvielfalt im Naturgarten
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Naturnahes Gärtnern ist eine wundervolle Möglichkeit, deinen Garten in ein verzaubertes Paradies zu verwandeln, das sowohl schön aussieht als auch der Tierwelt einen Lebensraum bietet. Ein Totholz-Beet ist eine hervorragende Ergänzung für jeden Garten, der die Artenvielfalt fördern und gleichzeitig ästhetisch ansprechend gestaltet werden soll.
Warum ein Totholz-Beet?
Totholz ist ein lebendiger Teil des Gartens. Es bietet unzähligen Tieren wie Wildbienen, Käfern, Amphibien und Reptilien einen Lebensraum. Die Vielfalt der Pflanzen in einem Totholz-Beet schafft nicht nur eine optische Bereicherung, sondern fördert auch die Biodiversität. In meinem Garten habe ich bereits verschiedene natürliche Elemente wie Teiche, Hecken und Nisthilfen integriert. Ein Totholz-Beet ergänzt diese Vielfalt perfekt.
Der richtige Standort und Vorbereitung
Ein Beet in meinem Garten bereitete mir seit Jahren Kopfzerbrechen. Der Boden war karg und unfruchtbar, was an vergrabenen Steinplatten lag. Nachdem ich diese entfernt hatte, konnte ich den Boden mit frischer Erde aufwerten und Johannisbeersträucher pflanzen. Doch es fehlte noch das gewisse Etwas.
Das Totholz-Beet gestalten
Ich sammelte dicke Holzstämme, Totholzstücke, Rinde und Steine aus dem Garten. Diese schichtete ich locker auf, um Hohlräume für Tiere zu schaffen. Dicke Stämme bieten besonders viel Lebensraum und Nahrung für verschiedene Tierarten. Die Steine und das Holz wurden so arrangiert, dass sie Schutz und Versteckmöglichkeiten für Kröten, Eidechsen und Mäuse bieten.
Pflanzen für das Totholz-Beet
Die Pflanzenwahl für das Totholz-Beet sollte bienen- und insektenfreundlich sein, ohne das Totholz oder die Johannisbeersträucher zu überwuchern. Für den Hintergrund wählte ich hohe Pflanzen wie Fingerhut, Lupine und Rainfarn. In der Mitte des Beets pflanzte ich Fette Henne, Storchschnabel, Ziergräser, Katzenminze und andere niedrigere Pflanzenarten. Der vordere Bereich wurde mit Blaukissen, Schleierkraut und Glockenblumen ausgestattet. Diese Pflanzen bieten nicht nur Nahrung für Bienen und Schmetterlinge, sondern sorgen auch für eine ganzjährige Blütenpracht.
Ein Totholz-Beet ist eine lebendige und dynamische Ergänzung für einen Naturarten, die sowohl optisch ansprechend ist als auch die Artenvielfalt fördert. Es ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie impulsives Gärtnern zu einem harmonischen und naturnahen Lebensraum führen kann. Nun heißt es, geduldig auf das Wachstum und die Blüte der Pflanzen zu warten und zu beobachten, wie das Beet zum Leben erwacht.